Nach wissenschaftlicher Definition wird unter dem Begriff „Mediterrane Kost“ die traditionelle Ernährungsweise in Südeuropa, speziell Süditalien und Griechenland verstanden.
Mit ihr lässt sich die Risikovorsorge mit Genuss erreichen, weil sie eine ausgezeichnete ernährungsphysiologische Balance aufweist. Seit wenigen Jahren zählt die Mittelmeerkost zu den immateriellen Weltkulturerben der UNESCO. Sie lässt sich folgendermaßen charakterisieren:
- Vielfalt an pflanzlichen Lebensmitteln als Hauptbestandteile der täglichen Ernährung (Gemüse, Obst, Brot, Teigwaren und andere Getreideprodukte, Hülsenfrüchte und Nüsse); möglichst wenig verarbeitet; frisch je nach Saison und Region;
- Olivenöl mit seinem typischen Geschmack als Hauptfettquelle (die meisten anderen Pflanzenöle sind neutral im Geschmack, weil durch Raffination Geschmack, Geruch und Farbe entzogen wurden);
- Milchprodukte, vornehmlich Joghurt und Käse, täglich in geringen bis mäßigen Mengen;
- Fisch (und Geflügel) mehrmals pro Woche in mäßigen Mengen;
- Fleisch seltener in geringeren Mengen;
- Wein (am besten Rotwein) regelmäßig zu den Mahlzeiten in moderaten Mengen;
- Mehr Bewegung und mehr Sport.
Hinsichtlich des Geschmacks zeichnet sich die Mittelmeerkost u. a. aus durch:
- Einfache und leichte Zubereitung unter Verwendung von wohlschmeckenden, natürlichen Zutaten (z. B. Zwiebeln, Zitronen, Knoblauch, Oregano);
- Die vorzugsweise Frische seiner Zutaten (z. B. Gemüse und Obst nach Saison und aus der Region), von den Grundbestandteilen bis zu frischen Kräutern und eingelegten Oliven;
- Die abwechslungsreichen Grundnahrungsmittel von Brot über Reis, Pasta bis zu Couscous;
- Die Verwendung von Olivenöl mit seinem typischen, charakteristischen Geschmack von mild bis zu intensiv fruchtig.
Olivenöl ist ein rundum gesundes Fett
Ideale Fettsäurekombination und antioxidative Wirkstoffe
Hinsichtlich ihrer Nährstoffzusammensetzung zeichnet sich die mediterrane Ernährungsweise im Vergleich zu der im Westen und Norden Europas üblichen wie folgt aus:
- Geringerer Gehalt an unerwünschten Inhaltsstoffen (wenig gesättigte Fettsäuren, wenig Transfettsäuren; geringer Cholesterin- und Puringehalt; wenig Salz und Zucker);
- Höhere Anteile ernährungsphysiologisch wünschenswerter Bestandteile (hoher Gehalt an komplexen Kohlenhydraten und Ballaststoffen sowie an einfach ungesättigten Fettsäuren);
- Ausreichend Anteile an Omega-3-Fettsäuren (z. B. Fisch) und a-Linolensäure (z. B. Nüsse);
- Reich an Vitaminen und Mineralstoffen;
- Reich an natürlichen sekundären Pflanzenstoffen (z. B. natürliche Antioxidantien wie Phenole oder Oleuropein).
Die Wirkung der wichtigen einfach ungesättigten Fettsäuren in Olivenöl




